Österreich
03.08.2020

Aktion der Freileitungsgegner war voller Erfolg

„Jedermann“ marschiert nun zum Ballhausplatz

Am Samstag zog die Inszenierung der Freileitungsgegner viel Aufmerksamkeit auf sich. Ihre Version vom „Jedermann“ mit Sensenmann, fünf Strommasten und dem Surren der Leitung als musikalische Untermalung wird daher beim „Marsch auf Wien“ dargeboten.

„Wir bekamen für unsere Auftritte von allen Seiten nur positives Feedback“, sagt Franz Fuchsberger, Obmann vom Verein Fairkabeln. Zur Eröffnung der Festspiele hatten die 380-kV-Freileitungsgegner, wie berichtet, einen leiseren Weg des Protests eingeschlagen. Auf die sonst üblichen Trillerpfeifen und lauten Trommeln wurde dabei bewusst verzichtet.
Besonders beim dritten Protestmarsch am Abend erreichten die Erdkabel-Befürworter, die für einen sofortigen Baustopp der Freileitung bis zum Ende der Gerichtsverfahren eintreten, ein großes Publikum am Residenzplatz. „Die Inszenierung hat Eindruck gemacht“, so der Vereinsobmann. Deshalb wollen die Fairkabler diese am 14. August bei ihrem „Marsch auf Wien“ direkt auf dem Ballhaus wiederholen. Mit Initiativen aus Oberösterreich ist der Verein wegen zusätzlicher Unterstützung im Gespräch. Die Nachbarn kämpfen ebenfalls gegen Freileitungen. Felix Roittner